Portal Notfall Aufnahme

Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie


Zahlen, Daten, Fakten

65 Betten
2 Stationen
66 Mitarbeiter

Im Jahr 2018

2.087Behandlungsfälle (DRG) insgesamt
1.331Operationen


Pressemitteilungen

Neues Notfallzentrum im Klinikum Oldenburg: Sicherer & Schneller

Nach knapp dreijähriger Planungs- und Bauzeit ging das neue Notfallzentrum Oldenburg (NZO) des Klinikums Oldenburg Mitte März umfassend in Betrieb. Das Klinikum stellte mit der Eröffnung am 15. März die klinische Notfallmedizin nach modernsten Gesichtspunkten neu auf: Neue Räume sowie grundlegend veränderte Strukturen, Abläufe und Verantwortlichkeiten, ein hoher Digitalisierungsgrad, neuartige IT-Systeme und modernes Management unterstützen die umfassende pflegerische und ärztliche Versorgung. Die Fläche des Notfallzentrums hat sich gegenüber der ehemaligen Notfallaufnahme fast verdreifacht.

Oldenburg, den 18. März 2019.

Das neu entstandene Notfallzentrum Oldenburg verfügt über insgesamt 44 Untersuchungs- und Behandlungsplätze für die unmittelbare Notfallversorgung. 25 OP-Säle, 80 Intensivbetten und drei Herzkatheterlabore sowie zwei Computertomographen und ein Magentresonanztomograph sichern die jederzeitige Weiterversorgung der Notfallpatientinnen und -patienten. „Wir haben die notfallmedizinische Versorgung im Klinikum jetzt organisatorisch wie räumlich im Notfallzentrum Oldenburg zusammengeführt“, erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Tenzer, „dadurch können Notfallpatientinnen und -patienten sehr viel schneller und auch sicherer versorgt werden!“ Auch Rainer Schoppik, Vorstand Restrukturierung, freute sich: „Das neue Notfallzentrum ist eine grundlegende Voraussetzung, dass jetzt die Projekte im Rahmen der Restrukturierung wirtschaftlich erfolgreich durchgeführt werden können.“
Auch die internistischen Notfallpatientinnen und -patienten werden jetzt primär im Notfallzentrum erstversorgt und aufgenommen. Direkt angrenzend an die Notaufnahme hat das Klinikum eine Chest-Pain-Unit (CPU) eingerichtet, die ihren Betrieb mit bis zu 8 Betten bereits vor einem Monat aufgenommen hat. Des Weiteren ist auf einer zum Notfallzentrum angrenzenden Station eine inter-disziplinäre Beobachtungs-und Aufnahmestation (BAS) ebenfalls seit vier Wochen in Betrieb. Diese Aufnahmebetten werden ausschließlich von Notfallpatientinnen und -patienten belegt. Da das Notfallzentrum über keine Patientenbetten verfügt, wird hier eine maximale Verweildauer von vier Stunden angestrebt. „Zum einen können wir durch die infrastrukturellen Maßnahmen die Behandlungen noch sicherer gestalten und auch verkürzen. Zum anderen werden wir demnächst personalmäßig so aufgestellt sein, dass schon beim ersten Kontakt erfahrene Oberärzte unverzüglich Maßnahmen einleiten und Untersuchungen veranlassen bzw. durchführen können. Die Entscheidung, ob die Patientin bzw. der Patient ambulant behandelt werden kann, eine stationäre Behandlung erforderlich ist und welche Fachabteilung dafür die bestmögliche ist, kann so erheblich früher im Behandlungsverlauf fallen. Dies bedeutet nicht nur mehr Sicherheit, wir erwarten dadurch auch deutliche kürzere Versorgungszeiten für die Patientinnen und Patienten“, sagte der Ärztliche Leiter des Notfallzentrums Bernd-Christoph Ulrich. „Im Bereich der Pflegekräfte haben bereits nahezu 50% des Personals die neue Fachweiterbildung Notfallpflege erworben“, ergänzte der Pflegerische Leiter des Notfallzentrum Matthias Grüßing. Durch die bauliche und organisatorische Umgestaltung kann die Versorgungsleistung erheblich gesteigert werden.
Aber auch hinsichtlich der IT-Struktur ist das Notfallzentrum mit modernster Technik ausgestattet. Im Notfallzentrum und auf der CPU wird bereits komplett papierlos gearbeitet. Verschiedene miteinander vernetzte IT-Systeme unterstützen den Versorgungsprozess. „Wir setzen bewusst auf Digitalisierung und Visualisierung. Alle relevanten Informationen sollen jederzeit und für jeden Beteiligten zur Verfügung stehen. Auch dies trägt zur Patientensicherheit bei“, erläuterte Bernd Ulrich. Innovationen wie der interdisziplinäre Versorgungsnachweis IVENA, ein integriertes Notaufnahmeinformationssystem mit einer systematischen Dringlichkeitseinstufung sowie weitere spezielle IT-Unterstützung kommen hier allen Patientinnen und Patienten zugute. Auch die Telemedizinzentrale ist erneuert und vergrößert sowie bewusst in den Räumlichkeiten des Notfallzentrums angesiedelt worden.

Ein besonderer Fokus liegt auf der intensiven Kooperation mit allen internen, aber vor allem auch den externen Partnern wie Rettungsdiensten, Großleitstelle und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Neue Ansprechpartner und direktere Informations- und Kommunikationswege werden zukünftig die Zusammenarbeit weiter verbessern.
„In der Region ist kein anderes Krankenhaus infrastrukturell in der Lage, ein solches Spektrum notfallmedizinischer Versorgung abzubilden. Wir sind damit ein wichtiger Baustein in der Notfallversorgung der Stadt Oldenburg und der Region Weser-Ems“, sagte Dr. Tenzer und Bernd-Christoph Ulrich ergänzte: „Das Klinikum zählt zur kritischen Infrastruktur in Deutschland und unterliegt damit besonderen Anforderungen zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung auch in Krisen- und Katastrophensituationen. Mit dem neuen Notfallzentrum sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt, auch was die bundesweite Reform der Notfallversorgung angeht. Das Klinikum erfüllt fast alle Voraussetzungen als umfassender Notfallversorger und wir streben deshalb längerfristig auch die höchste Stufe - die Stufe 3 - im neuen Notfallstufenkonzept an.“


Zahlen, Daten Fakten zum Notfallzentrum
Das Klinikum Oldenburg versorgt inner- und außerklinisch pro Jahr mehr als 55.000 Notfallpatientinnen und- patienten.
Menschen aller Altersstufen vom Frühgeborenen bis zum Hochbetagten können im Klinikum in Notfall- und Akutsituationen behandelt werden. Jederzeit können hier Spezialistinnen und Spezialisten der 26 Fachdisziplinen auch komplexe Krankheits- und Verletzungsbilder versorgen.
Das Team des Notfallzentrums hat mehr als 60 pflegerische und ärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Neu sind die großen Monitore innerhalb des NZO, die jederzeit die aktuelle Belegung aller Untersuchungs- und Behandlungsplätze, und auch wie das Personal aktuell eingesetzt ist, anzeigen.


Beteiligung des Klinikums an der Notfallversorgung in der Stadt Oldenburg und Weser-Ems-Region: 
1.) Notfallversorgung außerhalb des Klinikums
Rund um die Uhr sind Notärztinnen und- ärzte der Universitätsklinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (AINS-Klinik) des Klinikums in drei Notarzteinsatzfahrzeugen, einem Intensivtransportfahrzeug und zwei Offshore - Rettungshubschraubern unterwegs. Sie helfen gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr und Hilfsorganisationen (u.a. der Johanniter Unfallhilfe und dem Malteser Hilfsdienst) bei lebensbedrohlichen Notfällen in und um Oldenburg. Auch Teile des Landkreises Oldenburg werden von Notärztinnen und Notärzte des Klinikums durch ein dort stationiertes Notarzteinsatzfahrzeug versorgt. Zudem stellt die AINS-Klinik den Ärztlichen Leiter für den gesamten Oldenburger Rettungsdienst und im Falle größerer Schadenslagen entsendet die Klinik leitende Notärzte an den Einsatzort und schickt Berater in den Katastrophenschutzstab der Stadt Oldenburg.

2.) Notfallversorgung mittels Telemedizin
Über der Nordsee fliegen Anästhesisten in zwei hochspezialisierten Rettungshubschraubern, um in Windparks und auf Schiffen die Notfallversorgung zu gewährleisten. Dazu betreibt das Klinikum das mehrfach preisgekrönte Telemedizinzentrum. So wird die medizinische Versorgung weitab vom Land und jeder Klinik gesichert, auch dann, wenn der Notarzt nicht zeitnah an den Einsatzort gebracht werden kann. Die jederzeit verfügbaren Spezialistinnen und Spezialisten aller Fachdisziplinen im Klinikum können dann ihre Expertise in der Telemedizinzentrale direkt in die Notfallversorgung einbringen.
Auch an Land laufen bereits weitere Telemedizin-Pilotprojekte im Oldenburger Land mit Beteiligung des Klinikums wie zum Beispiel die Unterstützung des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes, der Gemeindenotfallsanitäter und bei Interhospitalverlegungen.

3.) Notfallversorgung durch spezialisierte Zentren im Klinikum
Das Klinikum kooperiert als regionales Traumazentrum im Traumanetzwerk Oldenburg-Ostfriesland unter anderem auch mit den beiden anderen Oldenburger Krankenhäusern und versorgt darüber hinaus interdisziplinär Patientinnen und Patienten im zertifizierten Alterstraumazentrum des Klinikums. Für Patientinnen und Patienten mit einem Herzinfarkt oder nach Reanimation stehen im Herzkreislaufzentrum alle Therapiemöglichkeiten rund um die Uhr zur Verfügung. Die pädiatrische Maximalversorgung im Klinikum hält 16 Kinderintensivbetten, aber auch die pflegerische und ärztliche Besetzung eines Kinderintensivtransportfahrzeuges für die Region vor.

4.) Ausbildung in der Notfallversorgung
Von der Kompetenz der Notfallmedizinerinnen und -mediziner im Klinikum profitieren ebenso zukünftige Notfallsanitäterinnen und - sanitäter, Pflegepersonal und angehende Ärztinnen und Ärzte der European Medical School. Auch sind die Voraussetzungen geschaffen worden, die kommende ärztliche Zusatzweiterbildung „Klinische Notfall- und Akutmedizin“ anbieten zu können.
Aber auch in der Pflege ist das Klinikum an der Weiterbildungseinrichtung, die auf sich auf dem Gelände des Klinikums befindet, maßgeblich beteiligt.
Nicht zu vergessen ist die Beteiligung des Klinikums an der Laienausbildung.


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