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Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie


Zahlen, Daten, Fakten

65 Betten
2 Stationen
66 Mitarbeiter

Im Jahr 2018

2.087Behandlungsfälle (DRG) insgesamt
1.331Operationen


Pressemitteilungen

Weltkrebstag: Nordwestdeutsches Tumorzentrum informiert

Anlässlich des Weltkrebstages am Samstag, 4. Februar 2017 stellen sich Experten des Nordwestdeutschen Tumorzentrums (NWTZ) des Klinikums Oldenburg aus acht Kliniken im PFL Kulturzentrum an der Peterstraße 3 in Oldenburg (8.45 - 12 Uhr) den Fragen der Betroffenen und Interessierten. Der Eintritt ist frei.

Oldenburg, den 19. Januar 2017.

Rund 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Krebs. „Dank des medizinischen Fortschritts und vielfältiger Präventionsmaßnahmen haben sich die Überlebenschancen und die Lebensqualität von Krebspatienten in den letzten Jahren deutlich verbessert“, berichtet Prof. Dr. Claus-Henning Köhne, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie – des Klinikums Oldenburg und Vorsitzender des Nordwestdeutschen Tumorzentrums. Der Weltkrebstag am 4. Februar 2017 will Tumorerkrankungen in das öffentliche Bewusstsein rücken. Jährlich beteiligen sich am erstmals im Jahr 2007 von der Welt-Krebsorganisation UICC ausgerufenen Weltkrebstag, verschiedene Mitgliedsorganisationen auf vielerlei Weisen – so auch das Klinikum Oldenburg mit dem Nordwestdeutschen Tumorzentrum.
„Gerade die chirurgischen Maßnahmen tragen wesentlich zu der Heilungschance unserer Patienten bei“, weiß Prof. Dr. Hans-Rudolf Raab, Direktor der Universitätsklinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, am Klinikum Oldenburg, der an diesem Tag die Möglichkeiten der Tumorchirurgie erläutern wird. „Komplementär hierzu tragen die radiologischen Verfahren zu einer weiteren Verbesserung der Prognose bei“ meint Prof. Dr. Ajay Chavan, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.
„Noch viel zu wenig Patienten unterziehen sich einer regelmäßigen Darmkrebsfrüherkennung“ sagt Prof. Dr. Hans Seifert, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin – Gastroenterologie, und stellt sich zu Beginn der Veranstaltung den Fragen von Interessierten und Betroffenen.
„Zurzeit erleben wir eine atemberaubende Verbesserung von Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere beim Schwarzen Hautkrebs“ erzählt Prof. Dr. Ulrike Raap, die seit November letzten Jahres Direktorin der Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie ist. Durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen des Kopf-Hals-Tumorzentrums, Prof. Dr. med. Florian Hoppe und Privatdozent Dr. Dr. Lei Li, werden auch Patienten mit Mundhöhlenkrebs Gelegenheit finden, diese Experten zu den Neuerungen der Behandlungsmöglichkeiten zu befragen.
„Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist der Brustkrebs“, sagt Prof. Dr. Eduard Malik, Direktor der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, und wird auch Fragen zum Eierstockkrebs oder Gebärmutterkrebs beantworten.
„Die Kooperation mit anderen Krankenhäusern und insbesondere den niedergelassenen Urologen führt zu einer deutlich verbesserten und abgestimmten Versorgung von Patienten mit Prostatakarzinom“, erläutert Privatdozent Dr. Friedhelm Wawroschek, Direktor der Universitätsklinik für Urologie und Kinderurologie. Auf diesem Gebiet gibt es erhebliche Verbesserungen.
Gerade die medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen, die sich mit Einführung zielgerichteter Therapien, die speziell auf Tumorerkrankungen einzelner Patienten abgestimmt werden können und insbesondere auch durch die Immuntherapie, die den Körper selbst in die Lage versetzt, sich gegen Krebszellen zu wehren, haben einen erheblichen Aufschwung genommen. Hierzu wird Prof. Dr. Köhne nach einem kurzen Vortrag für Fragen zur Verfügung stehen.
Begleitet wird die Veranstaltung durch Informationen zur Palliativmedizin, Psychoonkologie und Hilfen durch den Sozialdienst. „Nach Bestehen eines zweieinhalbjährigen Palliativdienstes wird zusätzlich ab Mitte dieses Jahres eine Betreuung von Palliativpatienten auf einer eigenständigen Palliativstation möglich sein“, freut sich Dr. Silke-Schumann-Binarsch, kommissarische Direktorin der Klinik für Palliativmedizin. Möglichkeiten der stationären und ambulanten Symptomlinderung sind Inhalt ihres Beitrages. Die Psychoonkologin Angela Paradies steht für Informationen zur Verfügung, wie die psychologische Begleitung von Betroffenen, erwachsenen Angehörigen und Kindern betroffener Eltern ermöglicht wird. Angebote und Hilfen für Betroffene und Angehörige durch den Sozialdienst sind eine wesentliche Unterstützung für Krebspatienten, die nicht nur durch ihre Erkrankung, sondern auch in ihrem Alltag stark beeinträchtigt sein können. Diplom-Gerontologin Insa Kuck vom Sozialdienst des Klinikums wird hier wesentliche Informationshilfen geben können. Die Beiträge der Palliativmedizin, Psychoonkologie und des Sozialdienstes werden für die Betroffenen in einer Parallelveranstaltung zweifach wiederholt.
Die Krebsbehandlung hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt. Neben der deutlichen Verbesserung der Heilungschancen ist auch die Therapie deutlich nebenwirkungsärmer verloren. Übelkeit, Erbrechen oder Haarausfall gehören nicht unbedingt zum Spektrum dessen, was Patienten erleiden müssen. Allerdings ergeben die neuen Behandlungsoptionen auch neue Herausforderungen und ganz andere Nebenwirkungen, als die klassischen, können sich einstellen. Die Krebsfachexperten des NWTZ stehen den Betroffenen und Interessierten zur Verfügung.
Krebserkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen der Menschen. Aufgrund der zunehmenden Lebensdauer ist mit einer deutlichen Zunahme in der Zukunft zu rechnen. In der westlichen Zivilisation sind Brustkrebs bei der Frau und Darmkrebs bei Männern und Frauen, Lungenkrebs und Prostatakrebs die häufigsten Krebserkrankungen. Die früher sehr ungezielte Chemotherapie wird zunehmend durch indivi-dualisierte und personalisierte Behandlung ersetzt werden, kann aber die klassische Chemotherapie noch nicht ersetzen. Weiterhin besteht das Credo, dass nur eine interdisziplinär abgestimmte Behandlung die besten Therapieergebnisse für Patienten hervorrufen kann. Daher ist auch weiterhin die Abstimmung zwischen allen beteiligten Fächern unabdingbar und muss ganz früh in die Behandlungskonzepte integriert werden. Organtumorzentren und onkologische Zentren haben sich daher in den letzten Jahren zunehmend entwickelt und bieten den Patienten umfassende und individualisierte Behandlungsoptionen. Im Klinikum Oldenburg und im Nordwestdeutschen Tumorzentrum sind Zentren für die Behandlung von Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Prostatakrebs von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Qualitäts-sicherungsverfahren sind hier von entscheidender Bedeutung, wozu auch das Niedersächsische Krebsregister in der Zukunft beitragen wird.


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