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Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Nieren- und Hochdruckkrankheiten


Zahlen, Daten, Fakten

30 stationäre Betten
15 teilstationäre Betten
2 Stationen
66 Mitarbeiter

Im Jahr 2017

1.096Behandlungsfälle (DRG) insgesamt
5.429teilstationäre Behandlungstage
10.459Dialyse-Behandlungen
70Nierenpunktionen
120Plasmapheresen
173Immunadsorption


Pressemitteilungen

Historische Ausstellung im Klinikum Oldenburg

„Wer seine Geschichte kennt, kann besser in die Zukunft blicken.“ Vor 225 Jahren, am 1. März 1784 wurde in den Baracken am Waffenplatz das Institut zur Verpflegung kranker Hausarmer eröffnet. Bereits kurze Zeit später wurde es als „Städtisches Krankenhaus“ geführt. 225 Jahre danach, am 9. Mai 2009 ermöglicht nun das Klinikum Oldenburg den Patienten, Besuchern und Mitarbeitern einen Einblick in die Geschichte des Hauses. Auf 25 Tafeln und in zwei Vitrinen kann der Interessierte viel über die vergangenen 225 Jahre erfahren. Dabei geht es nicht nur um die guten und erfolgreichen Jahre, auch die dunklen Seiten der Geschichte des Hauses werden beleuchtet. Die bleibende Ausstellung ist im Flur zur Radiologie hinter dem Eingangsbereich jedem kostenlos zugänglich.

Oldenburg, den 9. Mai 2009. „Die Ausstellung ist für Patienten, Besucher, aber auch Mitarbeiter des Hauses konzipiert. Wir haben bewusst einen Ort gewählt, der hoch frequentiert ist. Wir wollen unsere Patienten und Besucher einladen, zu verweilen und sich über die Geschichte des Hauses anschaulich zu informieren“, erklärt Rudolf Mintrop, Geschäftsführer des Klinikums Oldenburg, „wir wollen aber auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigen, in welchem Haus sie arbeiten.“



Zwangssterilisationen

Ein Anspruch der Ausstellung ist es zudem, auch über das Krankenhaus in der Zeit des Nationalsozialismus zu berichten, beziehungsweise über das dunkle Kapitel der Zwangssterilisationen. „Leider ist das Thema Zwangssterilisationen in Oldenburg bisher in der Öffentlichkeit kaum aufgearbeitet worden. Wir haben in der Ausstellung eine Tafel, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Für uns wird es Zeit, sich als Krankenhaus, das maßgeblich an der Umsetzung dieses Unrechtsgesetzes beteiligt war, zu diesem Tatbestand öffentlich zu bekennen und uns bei den Opfern und den Angehörigen dieser Opfer dafür zu entschuldigen. Nachgewiesen gab es 269 Zwangssterilisationen im Peter Friedrich Ludwigs-Hospital und 55 in der Landesfrauenklinik an der Kanalstraße. Es ist davon auszugehen, dass es vielleicht eher mehr waren.“ sagt Rudolf Mintrop,





Entstehung der Ausstellung

Dr. Peter Tornow, ehemaliger Direktor der Klinik für Kardiologie und in Oldenburg für seine medizingeschichtlichen Bücher bekannt, hatte die Idee einer historischen Ausstellung über das Klinikum Oldenburg. „Die Umsetzung hat viele Jahre gedauert, aber ohne das Engagement von Dr. Tornow wäre es bei einer Idee geblieben“, erzählt Rudolf Mintrop und die Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Barbara Delvalle ergänzt: „In der fünfköpfigen Arbeitsgruppe saßen zudem mit der ehemaligen Oberin Tiebe Oltmanns und mit Anneli Westheuser zwei weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, denen wir für ihr Mitarbeit danken. Ohne diesen Einsatz der drei hätten wir die Ausstellung nicht verwirklichen können.“ Einfach war die Umsetzung aber trotzdem nicht. Die Suche nach alten Fotos und Dokumenten sowie Zeitzeugen nahm fast drei Jahre in Anspruch.



Die Ausstellung ist jedem Interessierten zugänglich. Wer noch mehr wissen will, kann eine 60-seitige, die Ausstellung begleitende Broschüre von Dr. Peter Tornow gegen eine Schutzgebühr von 1 € am Informationsschalter im Haupteingangsbereich erwerben. Die historische Ausstellung wird bis auf weiteres in dem Flur hinter den Aufzügen des Haupteingangsbereiches verbleiben. Es sind auch regelmäßig Führungen durch die Ausstellung geplant.






Klinikum Oldenburg | Medizinischer Campus Universität Oldenburg

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