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Klinik für Allgemeine Kinderheilkunde, Hämatologie/Onkologie



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Kinderonkologie sagt Danke

Schon seit 1992 hat sich die Heinz-Rädecker-Stiftung mit Sitz in Varel für krebskranke Kinder und deren Familien aus der Weser-Ems-Region eingesetzt. Sämtliche Aktivitäten für die Kinder und Familien finanzierten sie dabei aus Spenden und den Erlösen des bei der Gründung eingezahlten Kapitals. Jetzt zieht sich die Gründerin Gertrud Rädecker mit 79 Jahren aus Altersgründen zurück und da Sohn Edgar die Arbeit nicht mehr alleine bewältigen kann, wird die Stiftungsarbeit beendet. Prof. Dr. Hermann Müller und sein Team würdigten nun bei einer Verabschiedungsfeier im Kinderkrankenhaus des Klinikums Oldenburg die wertvolle Arbeit der beiden Stiftungsgründer.

Oldenburg/Varel, den 9. August 2017.

Seit ihrer Gründung hat die Stiftung 21 Weihnachtsfeiern und 19 Sommerfeste ausgerichtet, zumeist in Varel im Tivoli. Außerdem organisierte und finanzierte die Stiftung über 400 Ferienaufenthalte für die Patientenfamilien der onkologischen Klinik. Dabei ging es in den Westerwald, in den Steigerwald, in der Nähe von Kiel, nach Tossens und nach Dangast. „Die Diagnose einer Krebserkrankung ist nicht nur für das betroffene Kind ein Schock, sondern belastet auch die Angehörigen, vor allem die Eltern und Geschwister. Deshalb ist es wichtig, dass sich in dieser Zeit die Familien auch mal gemeinsam erholen und trotz der schwierigen Situation Spaß haben können. Gertrud Rädecker und ihr Sohn haben mit ihrer Arbeit dazu beigetragen“, erklärte Prof. Dr. Müller, Direktor der Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, „dafür danken wir von Herzen.“

Ihre Motivation beschrieb Gertrud Rädecker so: „Trotz allem Kummer und Schmerz wollten wir in den vergangenen 25 Jahren versuchen, den Kindern und Jugendlichen aus der Region, die mit dieser schrecklichen Krankheit leben und ums Überleben kämpfen müssen, eine kleine Abwechslung im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Mittel anzubieten.“ Die Anerkennung für diese Arbeit möchte sie aber nicht allein haben. „Ohne meinen Sohn hätte es nicht funktioniert. Wir waren immer ein Team, das alles gemeinsam organisiert hat“, sagte die 79jährige und ergänzte: „Er hat sich um alles, was mit Behörden und Bürokratie zu tun hatte, immer gekümmert.“ In Zukunft wird die Stiftung im Rahmen ihrer finanziellen Mittel die Kinderonkologie im Klinikum Oldenburg direkt bei den dort anstehenden Projekten unterstützen, um auch weiterhin krebskranken Kindern Freude zu bereiten.

Am Ende fasste Prof. Müller zusammen: „Wir verzichten ungern auf Ihre Arbeit. Aber Sie, liebe Frau Rädecker, haben Ihren Ruhestand nun wahrlich mehr als verdient und wir wünschen Ihnen dafür vor allem auch Gesundheit. Uns allen ist aber auch klar, dass man eine Stiftung nicht mal so neben einer normalen Erwerbstätigkeit allein betreuen kann, und deshalb ist die Beendigung der Stiftungsarbeit zu diesem Zeitpunkt gut nachvollziehbar. An dieser Stelle gilt unser Dank deshalb auch Ihnen, Herr Rädecker, für Ihre unermüdliche Arbeit. Wir werden Ihre Arbeit vermissen, aber wir hoffen, dass Sie beide uns weiterhin gewogen bleiben. Auf jeden Fall sind Sie in der Kinderklinik immer willkommen.“

Hintergrund zur Heinz-Rädecker-Stiftung
Im Jahr 1991 traf die Familie Rädecker ein schwerer Schicksalsschlag. Der Krebstod von Heinz Rädecker änderte das Leben der Familie von einem Tag auf den anderen. Zum Gedenken an den geliebten Vater und Ehemann gründete die Varelerin Gertrud Rädecker mit ihrem Sohn Edgar 1992 die Heinz-Rädecker-Stiftung.
Im Jahr 2002 erhielt Gertrud Rädecker den 2. Preis „Helfer des Jahres“ des NDR. Ein Jahr später wurden sie und ihr Sohn mit der Verdienstmedaille des Landes Niedersachsens für vorbildliche Verdienste um den Nächsten geehrt.


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Ihr Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hermann Müller, eMail mueller.hermann@klinikum-oldenburg.de

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