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Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie


Zahlen, Daten, Fakten

48 stationäre Betten
10 teilstationäre Betten
3 Stationen
107 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

Im Jahr 2018

1.255Behandlungsfälle (DRG)
200teilstationäre Behandlungstage
118Knochenmarktransplantationen
insgesamt, davon...
85autologe Stammzelltransplantationen
33allogene Stammzelltransplantationen


Fachbegriffsdefinitionen

akut
plötzlich auftretend, von heftigem und kurzandauerndem Verlauf (im Gegensatz zu chronisch)
 
allogen
allos, griechisch = anders, verschieden
In diesem Zusammenhang Übertragung von Knochenmark von einem anderen Menschen; Voraussetzung dafür ist, dass die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger weitestgehend übereinstimmen.
 
Anämie
Blutarmut, zu wenig rote Blutkörperchen
 
Antibiotika
Medikamente mit abtötender Wirkung gegen Bakterien. Sie dienen der Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten.
 
Antiemetika
Medikamente, die Übelkeit und Erbrechen verhindern beziehungsweise abschwächen. Sie werden besonders bei der Behandlung von Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie eingesetzt.
 
Aplasie
bei Leukämiepatienten: Zustand mit sehr schlechten Blutwerten, die auf die Chemo- und Strahlenthe-rapie zurückzuführen sind.
 
Applikation
Verabreichung eines Arzneimittels: oral (Pulver, Tabletten, Saft); rektal (Zäpfchen); parenteral (Injektion, Infu-sion) oder über die Haut (Salbe, Umschläge)
 
autolog
autos, griechisch = selbst aus dem Körper entstanden, nicht von außen eingebracht.
Hier: Rückübertragung von eigenem Knochenmark
 
Beckenkammpunktion
Verfahren zur Untersuchung von Knochenmark; Entnahme eines zwei bis drei Zentimeter langen Gewebezylinders aus dem Beckenknochen mit Hilfe einer geeigneten Nadel.
 
Blasten
unreife Vorstufen der weißen Blutkörperchen
 
Blutausstrich
gleichmäßige, dünne Verteilung von Blut (mit einem geschliffenen Deckglas auf einem Objektträger) zur mikroskopischen Beurteilung und Blutbilddifferenzierung nach Färbung.
 
Blutplasma
Bestandteil des Blutes (55 Prozent des Gesamtblutes), das sich zu mehr als 90 Prozent aus Wasser und Eiweißkörpern zusammensetzt.
 
Biopsie
Entnahme von Gewebe mittels eines Instrumentes (zum Beispiel Spezialkanüle, Zangeninstrument oder Skalpell) zur weiteren mikroskopischen Untersuchung. Bezeichnung entweder nach der Entnahmetechnik (z.B. Nadelbiopsie) oder nach dem Entnahmeort (z.B. Schleimhautbiopsie).
 
Chemotherapie
Wachstumshemmung von Tumorzellen im Organismus durch Verwendung von chemischen Substanzen. Der Begriff steht meistens speziell für die zytostatische Chemotherapie, das heißt die Bekämpfung von Tumorzellen durch Verwendung zellteilungshemmender Medikamente (s. Zytostatika).
 
Chromosomen
sichtbare Träger der Erbinformation; Bestandteile des Zellkerns, die sich intensiv färben lassen.
 
chronisch
langsam verlaufend, sich langsam entwickelnd (im Gegensatz zu akut)
 
Computertomographie (CT)
Computerunterstütztes Röntgendiagnostisches Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern (Tomogramme; Schichtaufnahme). Die Schnittbilder errechnet der Computer aus der Absorption eines feinen Röntgenstrahls, der durch die zu untersuchende Schicht gesendet wird.
 
Diagnostik
Sammelbegriff für alle Untersuchungen, die zur Feststellung einer Krankheit führen sollen.
 
Differentialblutbild
Beim Differentialblutbild wird die prozentuale Verteilung der weißen Blutkörperchen untersucht.
 
Enzyme
Eiweißstoffe im menschlichen Körper, die ganz verschiedene Aufgaben haben. Enzymgemische werden zum Beispiel von der Magen-Darm-Schleimhaut, von der Leber, der Galle und der Bauchspeicheldrüse produziert und dienen der Zerkleinerung beziehungsweise Verarbeitung der Nahrungsstoffe.
 
Erythrozyten
rote Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Blut zuständig sind
 
Granulozyten
Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die eine große Bedeutung für die eigentliche Infektionsabwehr haben.
 
Hämatologie
Lehre von Blutkrankheiten
 
Hämoglobin
roter Farbstoff in den Erythrozyten, der unter anderem für den Transport beziehungsweise die Bindung von Sauerstoff zuständig ist.
 
Hormone
Botenstoffe des Körpers, die in spezialisierten Zellen und Geweben hergestellt werden und auf dem Blut-oder Lymphweg ihren Wirkort erreichen.
 
Immunsuppressiva
Medikamente, die die Arbeit des körpereigenen Abwehrsystems schwächen oder unterdrücken
 
Infusion
Einführung von Flüssigkeit (z.B. Kochsalzlösung) in den Organismus, besonders über die Blutwege (intravenös).
 
intravenös
die Verabreichung eines Medikaments in die Vene.
 
Katheter
Röhren- oder schlauchförmiges, starres oder biegsames Instrument zum Einführen in Hohlorgane, Gefäße oder bestimmte Körperhöhlen (z. B. Blase), um Inhalt zu entnehmen oder Substanzen einzubringen.
 
Kernspintomographie (MRT)
Untersuchungsverfahren mit einer hohen Bildinformation, das im Gegensatz zu Röntgentechniken mit Magnetfeldern arbeitet. Es wird häufig zur Untersuchung von Gehirn und Rückenmark angewendet und lässt auch krankhafte Veränderungen anderer Organsysteme erkennen.
Ungeeignet für Menschen mit Herzschrittmachern, da durch das starke Magnetfeld Störungen auftreten können.
 
Knochenmarkpunktion
Entnahme von Knochenmark mittels einer geeigneten Hohlnadel; erfolgt entweder aus dem Brustbein oder dem Beckenknochen (vgl. Beckenkammpunktion).
 
Knochenmarktransplantation
Übertragung von Knochenmark
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Übertragung eigenen Knochenmarks (autologe Knochenmarktransplantation) und der eines Familien- oder Fremdspenders (allogene Knochenmarktransplantation).
 
Konditionierung
Vorbereitung eines Patienten auf die Knochenmarktransplantation in Form einer hochdosierten Chemotherapie und gegebenenfalls Ganzkörperbestrahlung.
 
Kurativ
heilend, auf Heilung ausgerichtet.
 
Leukozyten
weiße Blutkörperchen, deren Hauptaufgabe in der Abwehr von Krankheitserregern besteht.
 
Lumbalpunktion
Einstich in den Wirbelkanal (zwischen dem 3. und 4. oder 4. und 5. Lendenwirbel-Dornfortsatz) für die Entnahme von Flüssigkeit (Gehirnwasser, Liquor cerebralis) zur Untersuchung der Zellen und/oder zur Einträufelung (Instillation) von Medikamenten in den Lumbalkanal.
 
lymphatisch
mit Lymphe und Lymphknoten zusammenhängend.
 
Lymphknoten
Die Lymphknoten sind an zahlreichen Stellen des Körpers (Lymphknotenstationen) Filter für das Gewebswasser (Lymphe) einer Körperregion. Die oft verwendete Bezeichnung Lymphdrüsen ist falsch, da die Lymphknoten keinerlei Drüsenfunktion besitzen. Die Lymphknoten sind ein wichtiger Teil des Immunsystems.
 
Lymphozyten
Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die bei der Abwehr von Krankheiten und Fremdstoffen mitwirken.
 
Makrophagen
Fresszellen der Gewebe; bilden zusammen mit den Monozyten ein Abwehrsystem gegen körperfremde feste Teilchen.
 
Monoblasten
Vorläuferzellen von Monozyten.
 
Monozyten
Untergruppe der weißen Blutkörperchen; bilden zusammen mit den Fresszellen der Gewebe (Makrophagen) ein Abwehrsystem gegen körperfremde feste Teilchen.
 
Myeloblasten
Vorläuferzellen von Granulozyten
 
myeloisch
die normalerweise im Knochenmark erfolgende Bildung von Granulozyten betreffend.
 
Myelosuppression
Knochenmarksdepression: Einschränkung der Knochenmarksfunktion, d.h. Blutzellen können nicht heranreifen. Die Ursachen dafür sind meißt Chemotherapie, die Erkrankung oder Strahlentherapie.
 
Östrogen
weibliches Geschlechtshormon, das Zellteilungs- und Wachstumseffekte am weiblichen Geschlechtsapparat (z.B. Schleimhaut und Muskulatur der Gebärmutter, Brustdrüse) auslöst.
 
Onkologie 
Lehre von den Geschwulstkrankheiten
 
oral
den Mund betreffend, durch den Mund
 
Osteoporose
Erkrankung des Skelettsystems mit Verlust beziehungsweise Verminderung von Knochensubstanz und -struktur und erhöhter Anfälligkeit für Knochenbrüche.
 
palliativ
(lateinisch: palliare = mit einem Mantel bedecken); lindern. Maßnahmen zur Beseitigung bestimmter Symptome, ohne die zugrundeliegende Erkrankung tatsächlich beseitigen zu können. Die palliative Medizin hat besondere Bedeutung, wenn die Heilung eines Krebspatienten nicht mehr möglich ist. Im medizinischen Bereich stehen eine intensive Schmerztherapie und die Linderung anderer krankheitsbedingter Symptome im Vordergrund.
 
parenteral
unter Umgehung des Magen-Darm-Kanals, zum Beispiel intravenöse Ernährung
 
physisch
körperlich
 
Prognose
Vorhersage einer zukünftigen Entwicklung (z.B. eines Krankheitsverlaufes) aufgrund kritischer Beurteilung des Gegenwärtigen.
 
psychisch
seelisch
 
Punktion
Entnahme von Körperflüssigkeit aus (Blut-) Gefäßen, Körperhohlräumen, Hohlorganen oder Tumoren mittels einer Hohlnadel.
 
Radiotherapie {Radiatio}
Strahlenbehandlung
 
Remission
das Nachlassen chronischer Krankheitszeichen; eine Remission ist aber noch nicht notwendigerweise mit Heilung gleichzusetzen. Die klinische Terminologie unterscheidet darüber hinaus zwischen Voll- und Teilremission.
 
Rezidiv
"Rückfall" einer Krankheit
im engeren Sinn ihr Wiederauftreten nach völliger Abheilung
 
Sonographie
siehe Ultraschalluntersuchung
 
stationär
im Krankenhaus
 
Sternalpunktion
Entnahme von etwa ein bis zwei Milliliter Knochenmarkflüssigkeit mit einer speziellen Hohlnadel aus dem Brustbein
 
Strahlenbehandlung {Radiotherapie}
Anwendung ionisierender Strahlen zu Heilungszwecken. Hierbei werden grundsätzlich sehr viel höhere Strahlendosen notwendig als bei der Anfertigung eines Röntgenbildes zu diagnostischen Zwecken.
Man unterscheidet die interne Strahlentherapie („Spickung" mit radioaktiven Elementen) und die externe Strahlentherapie, bei der der Patient in bestimmten. genau festgelegten Körperregionen von außen bestrahlt wird. Beide Methoden können auch gemeinsam zur Bekämpfung eines Tumorleidens eingesetzt werden.
Die Strahlentherapie unterliegt strengen Sicherheitsauflagen. die eine Gefährdung des Patienten vermeiden helfen.
 
Symptom
Krankheitszeichen
 
Therapie
Kranken-, Heilbehandlung
 
Thrombozyten
Blutplättchen; kleinste Form der Blutkörperchen, deren Hauptaufgabe in der Aufrechterhaltung der Blutgerinnung liegt.
 
Thymus
hinter dem Brustbein gelegene Drüse; sie gehört zum lymphatischen System und ist Teil des körpereigenen Abwehrsystems.
 
Tumor
unkontrolliert wachsende Zellwucherungen, die im gesamten Körper auftreten können
 
Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
Diagnostische Methode, bei der Ultraschallwellen durch die Haut in den Körper eingestrahlt werden, so dass sie an Gewebs- und Organgrenzen zurückgeworfen werden. Die zurückgeworfenen Schallwellen werden von einem Empfänger aufgenommen und mit Hilfe eines Computers in entsprechende Bilder umgewandelt.
Man kann mit dieser Methode die Aktionen beweglicher Organe (Herz oder Darm) verfolgen. Eine Strahlenbelastung tritt nicht auf; die Untersuchung kann häufig wiederholt werden.
 
Zytokine
Botenstoffe, mit denen sich zum Beispiel die körpereigenen Abwehrzellen untereinander verständigen
 
Zyklus
regelmäßig wiederkehrender Ablauf
 
Zytostatika
Medikamente, die das Wachstum von Tumorzellen bevorzugt hemmen, aber auch gesunde Zellen in gewissem Ausmaß schädigen. Häufig wird dabei die Zellteilung verhindert (s. Chemotherapie)