Portal Notfall Aufnahme

Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie


Zahlen, Daten, Fakten

48 stationäre Betten
10 teilstationäre Betten
3 Stationen
104 Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

Im Jahr 2019

915Behandlungsfälle (DRG)
153teilstationäre Behandlungstage
114Knochenmarktransplantationen
insgesamt, davon...
78autologe Stammzelltransplantationen
36allogene Stammzelltransplantationen


Station 312

Sie erreichen das Dienstzimmer der Station telefonisch unter: (0441) 403 - 1 312 0

Die Station 312 verfügt über 18 Betten, verteilt auf zwei Einzel-, fünf Doppel- und zwei Drei-Bettzimmer. Die Zimmer haben jeweils ein Badezimmer mit Dusche und WC. Für die Badeliebhaber gibt es zusätzlich die Möglichkeit auf der benachbarten Station ein Vollbad zu nehmen. In jedem Zimmer befindet sich ein Fernseher und in einigen Zimmern auch eine Musikanlage mit CD-Player. Seit kurzem besteht auch die Möglichkeit, schnurlos das Internet zu nutzen, um so den Kontakt mit Freunden zu pflegen oder im Internet surfen zu können.
 
Um Ihren stationären Aufenthalt kurzweilig und etwas persönlicher zu gestalten, sollten Sie sich im Vorfeld überlegen, wie Sie mit geringem Aufwand Ihre Bettumgebung individuell gestalten können. Dafür bieten sich z.B. Fotos oder gemalte Bilder und zur Unterhaltung leichte Lektüre, Lieblings-CDs oder Hörbücher an. Nutzen Sie auch als Service unseres Hauses die "rollende Bibliothek". Auf Station haben wir eine Auswahl von Gesellschaftsspielen vorrätig und stellen sie Ihnen gerne zur Verfügung.
 
Jedem Bettplatz ist ein Telefon zu geordnet. Mit Ihrer persönlichen Telefonnummer, die Sie bei Aufnahme an der Anmeldung erhalten können, sind Sie für Ihre Familie und Freunde je-derzeit zu erreichen. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie darauf aufmerksam ma-chen, dass ein zu häufig klingelndes Telefon für Sie auch eine Belastung darstellen könnte.
 
Zur Station gehören neben verschiedenen Arbeitsräumen ein Dienstzimmer, indem eine Küchenzeile mit einem Kühlschrank für Patienten integriert ist. Daher haben Sie die Möglichkeit, sich von zu Hause z.B. Joghurts oder Puddings mit bringen zu lassen und Sie im Kühl-schrank zwischen zu lagern. Mitgebrachte Lieblingsspeisen können ebenfalls in der Küche erwärmt werden und Ihnen Abwechselung im Speiseplan bringen.
 
Des weiteren finden Sie dort auch unseren Kaffeeautomaten, so dass Sie den ganzen Tag über die Möglichkeit haben, auf Nachfrage ein Heißgetränk zu erhalten. Kaltgetränke halten wir für Sie auf dem Getränkewagen im Flur bereit. Eine Auswahl dieser Getränke können Sie auch gekühlt von uns erhalten, für den kleinen Hunger zwischendurch Kekse, Cornflakes, Eis, Joghurt und Pudding. 

An Ihrer Behandlung sind verschiedene Berufsgruppen beteiligt, die eng zusammen arbeiten. Auf dem Stationsflur finden Sie eine Fotocollage dieses gesamten Teams. Die meisten von uns werden Sie zwischen 7.45 und 15.45 Uhr, in unserer Kernarbeitszeit, auf Station antreffen. Um auch in der Nacht eine sichere Versorgung zu gewährleisten, betreuen Sie bis zu zwei Mitarbeiter.


 

 

 
Uns ist es wichtig, einen sehr persönlichen Kontakt zu Ihnen aufzubauen, der durch eine offene Kommunikation geprägt ist und Ihnen eine Stütze sein kann. Besuchszeit für Ihre Angehörigen und Freunde liegen während der allgemeinen Besuchzeiten, zwischen 9 und 21 Uhr . Im Interesse der Patienten soll aber eine Mittagspause zwischen 13 und 14.30 Uhr eingehalten werden. Zudem besteht nach Rücksprache mit der betreuenden Pflegekraft die Möglichkeit für einen Spaziergang oder einen Abstecher ins Cafe.
 
Da unsere Patienten aufgrund der Therapie sehr infektanfällig sind, sollten Erwachsene mit einer Infektion (z.B. Erkältung) und Kinder unter 14 Jahren, die häufig Träger von Kinderkrankheiten sind, die Station nicht betreten. Sollte trotzdem der Wunsch da sein, Kindern unter 14 Jahren sehen zu wollen, besteht die Möglichkeit am Nachmittag außerhalb der Station diesen Besuch zu empfangen.
 
Auf der Station 312 werden Sie aufgenommen zur Abklärung von Diagnosen und zur Ermittlung des Stadiums der Krankheitsausbreitung sowie zur chemotherapeutischen Behandlung mit dem Schwerpunkt Hochdosischemotherapie. Die Therapie beinhaltet neben der Verabreichung von Medikamenten auch über den Tag verteilt die kontinuierliche Gabe von Infusionen (Tropf). Die zusätzlichen Flüssigkeitsgaben sind notwendig, um den Körper zu spülen, damit die Medikamente regelrecht ausgeschieden werden können.
 
Das Aufnahmeritual
 
Eine Fülle von Informationen prasseln auf Sie nieder, aber wir helfen Ihnen durch den Dschungel!
 
Ein großes Anliegen unserseits ist es, dass Sie mit Patienten gleichen Alters oder ähnlichem Interesse ein Zimmer teilen. Am Aufnahmetag ist eine Pflegeperson persönlich für Sie da und Ansprechpartner für Fragen und Wünsche. Nach einer kurzen Begrüßung haben Sie die Möglichkeit, die Station kennen zu lernen und sich ein wenig häuslich einzurichten. Im Anschluss erfolgt in ruhiger Atmosphäre das pflegerische Aufnahmegespräch. Dies dient dem Kennenlernen, um im Verlauf der Behandlung besser auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehen zu können. Des weiteren haben Sie in diesem Gespräch die Möglichkeit erste Fragen zu stellen.
 
 
Gegen Mittag wird Sie der Stationsarzt begrüßen, bei Ihnen Blut abnehmen und Sie ärztlicherseits aufnehmen. Am Nachmittag können bereits erste Untersuchungen stattfinden.

  Tagesablauf

 
ab 8 Uhr = Guten Morgen!
Beim Wecken versuchen wir auf individuelle Vorlieben Rücksicht zu nehmen. So kann es durchaus passieren, dass Langschläfer am Wochenende richtig ausschlafen können.
 
Nach dem Wecken ermitteln wir zunächst Ihre Vitalzeichen wie Temperatur, Puls, Blutdruck und Gewicht.
 
Danach haben Sie die Wahl entweder erst zu frühstücken oder duschen zu gehen.
 
Zum Duschen werden Sie natürlich von den Infusionen abgeleint und haben danach eine Stunde Freigang, d.h. Sie können die Zeit nutzen z.B. zu einem Spaziergang und zum Kauf einer Zeitschrift.
 
Nach dieser Stunde werden Sie wieder an die Infusionen angeschlossen.
 
ab 9 Uhr
Zu dieser Zeit werden Sie zu Untersuchungen, wie z.B. EKG oder Röntgen, sowie zu therapeutischen Anwendungen wie Krankengymnastik und Atemtherapie abgerufen Falls notwendig, begleiten wir Sie.
 
ab 9.30 Uhr
beginnt die tägliche Visite durch die Stationsärzte.

 


Am Dienstag gesellt sich der Leitende Arzt und am Donnerstag der Chefarzt dazu. Hier haben Sie dann die Chance, Fragen zu stellen und die neuesten Befunde zu erfahren.
 
12 Uhr
Mittagessen!
 
13 bis 14.30 Uhr
Mittagsruhe! Zeit für ein Nickerchen!
 
ab 14.30 Uhr
Nun haben Sie die Gelegenheit, einen Kaffee zu genießen.
 
Am frühen Nachmittag könnten noch weitere Maßnahmen auf Sie zu kommen, wie z.B. das Legen eines Gefäßzuganges oder Aufklärungsgespräche.
 
15 Uhr
Nochmals ermitteln wir bei Ihnen die Vitalzeichen und danach haben Sie dann Zeit für Ihren Besuch und persönliche Interessen, wie z.B. Malen, Lesen und Musik hören.
 
18 Uhr
Abendessen
 
ab 19 Uhr
Zu dieser Zeit führen wir bei Ihnen pflegerische Maßnahmen, z.B. spezielle Einreibungen und Inhalationen durch.
 
ab 21.30 Uhr
Die Nachtwache beginnt Ihren ersten Rundgang, bei dem Sie Wünsche zur Nacht äußern können oder letzte Medikamente für den Tag erhalten. Während der gesamten Nacht ist mindestens eine Pflegeperson vor Ort und jederzeit für Sie erreichbar. Sie macht regelmäßige Rundgänge und wacht über Ihren Schlaf.
 
Gute Nacht!
 
Eigenaktivitäten
 
Ihre Mitarbeit ist gefragt!
Ihre Selbstbeobachtung ist ein wichtiger Faktor in Ihrem Behandlungskonzept, denn niemand kennt Ihren Körper besser als Sie selbst. Deshalb bitten wir Sie, täglich sich selbst auf eventuelle Veränderungen, wie z.B. Hautauffälligkeiten zu beobachten und diese sofort an die Mitarbeiter der Station weiter zu geben. Denn nur, wenn wir wissen, dass es ein Problem bei Ihnen gibt, können wir schnell und vor allem gezielt helfen.
 
Wie bereits oben erwähnt, sind zusätzliche Flüssigkeitsgaben Bestandteil Ihrer Therapie. Nicht immer kommt der Körper mit diesen zusätzlichen Mengen klar und behält Flüssigkeit im Körper zurück. Diese zusätzlichen Mengen können eine Belastung für das Herz- Kreislaufsystem darstellen. Aus diesem Grund bitten wir Sie regelmäßig zu Gewichtskontrollen, so dass es uns dann rechtzeitig möglich ist, Maßnahmen zur Entwässerung einzuleiten.
 
Fieber ist oftmals ein Anzeichen für Infektionen. Da durch die Therapie Ihre Abwehrkräfte geschwächt sind, sind Sie anfälliger für Infektionen. Durch eine eigenständige regelmäßige Temperaturmessung Ihrerseits können Sie dazu beitragen, eine beginnende Infektion zu erkennen und uns somit die Möglichkeit geben, schnell zu handeln. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!
 
Um einen möglichst komplikationsarmen Verlauf Ihrer Behandlung zu gewährleisten, ist es unbedingt erforderlich, dass Sie spezielle prophylaktische Maßnahmen, die Ihnen vom Pflegepersonal ausführlich erläutert werden, regelmäßig und gewissenhaft durchzuführen.
 
Wir möchten Sie ermutigen, jederzeit Fragen zu stellen, wenn Ihnen irgend etwas unklar ist! Können Fragen von einer Person nicht beantwortet werden, so ist es auf Grund der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen möglich, diese ggf. an den richtigen Ansprechpartner weiter zu geben.
 
Entlassungsritual
 
Zurück in die eigenen vier Wände!
Eine Entlassung ist grundsätzlich täglich und zu fast jeder Zeit möglich. In der Regel werden bei uns die Patienten zwischen 10 und 11 Uhr entlassen. Die Entlassung erfolgt selbstverständlich erst, wenn Sie in der Lage sind, sich selbständig zu versorgen oder eine Versorgung durch zusätzliche ambulante Hilfe gewährleistet ist. Dies kann die Hilfe im Haushalt oder eine Unterstützung bei den alltäglichen Aktivitäten, wie Körperpflege etc. betreffen. Diesbezüglich sind Ihnen gerne unsere Sozialarbeiter behilflich.
 
Im Entlassungsgespräch haben Sie erneut die Möglichkeit, Fragen zur Zeit nach der Entlassung zu stellen. Aus unseren Erfahrungen heraus geben wir Ihnen Empfehlungen für die Zeit zu Hause gerne mit auf den Weg, diese umfassen Maßnahmen z.B. zur Infektabwehr. Treten später zu Hause dann doch Probleme auf, so können Sie sich jederzeit unter der mitgegebenen Telefonnummer an uns wenden.
 
Üblich ist es bei uns, dass wir mit Ihnen gemeinsam den Entlassungsbrief für den Hausarzt und den individuell für Sie vorbereiteten Medikamentenplan besprechen. Wenn nötig, stellen wir für Sie in unserer Ambulanz (LINK) Rezepte aus. Dafür bitten wir Sie, rechtzeitig Ihre Versichertenkarte bereit zu halten. Falls Sie Aufenthalts- oder Fahrtenbescheinigungen benötigen, stellen wir Sie Ihnen gerne aus.
 
Kann keiner Ihrer Angehörigen oder Freunde Sie persönlich abholen, bestellen wir gerne für Sie ein Taxi Ihrer Wahl oder vom Taxistand der Klinik. Bei Bedarf informieren wir den Fahrer darüber, dass er Sie von Station abholen möge, um Ihnen beim Transport des Gepäckes behilflich zu sein.