Team und Leistungsspektrum

Zum Apothekenteam gehören Apotheker und Apothekerinnen, PTA, PKA und Lagerarbeiter, insgesamt über 50 Mitarbeitende in Voll- und Teilzeit. Die zentrale Erreichbarkeit sichert unsere Teamassistenz Anne Frey.

Die einzelnen Bereiche erreichen Sie unter den folgenden Kontaktdaten:

Arzneimittelausgabe und -information

Britta Kägler

Apothekerin

Kaegler.Britta@klinikum-oldenburg.de
Fon 0441 403-8125
Fax 0441 403-8159

Das engagierte Team der Arzneimittelausgabe besteht aus fünf Apothekerinnen und Apothekern, vier PTA, sieben PKA und sechs Lagerarbeitern.

Über die Arzneimittelausgabe wird nicht nur die Logistik der Apotheke koordiniert, sie ist zudem Anlaufstelle für alle Fragestellungen zur Arzneimitteltherapie. In der Apotheke werden ca. 4000 Arzneimittel und apothekenpflichtige Medizinprodukte zur Versorgung des Klinikums Oldenburg sowie der externen Häuser vorrätig gehalten.

Alle Prozessabläufe innerhalb der Arzneimittelausgabe sind auf eine rasche, ökonomische und sichere Versorgung mit Arzneimitteln, Infusionslösungen, Desinfektionsmitteln, Röntgenkontrastmitteln, Produkten zur enteralen und parenteralen Ernährung und Diagnostika abgestimmt.

In der Regel erfolgen die Anforderungen der Stationen und Funktionseinheiten über ein Online-Bestellsystem. Diese werden durch unser Team bearbeitet. Patientenindividuelle Sonderanforderungen werden dabei, soweit möglich, durch Artikel der hausindividuellen Arzneimittelliste ersetzt oder, wenn das nicht möglich ist, so schnell wie möglich zur Verfügung gestellt.

Die Kommissionierung der Anforderungen und die Vorbereitung zum Versand erfolgt mit Hilfe eines Vollkommissionierautomaten oder manuell. Besondere Anforderungen an die Lagerungsbedingungen werden hierbei ebenso berücksichtig wie gesetzliche Vorgaben. So gewährleisten beispielsweise spezielle Kühlboxen, dass die Qualität thermolabiler Arzneimittel auch während des Transports nicht beeinträchtigt wird.

Der Arzneimittelausgabe angegliedert ist die Arzneimittelinformation. Hier werden Anfragen von Ärzten und Pflegenden jeglicher Art durch Apotheker unabhängig recherchiert und schnell und zuverlässig beantwortet. Eingehende Meldungen zu Arzneimittelrisiken und Arzneimittelrückrufen sowie Mitteilungen der Arzneimittelhersteller werden durch einen Apotheker bewertet sowie priorisiert und die Informationen in Form von Infoschreiben an Ärzte und Pflegende weitergeleitet.

Zur Optimierung der Arzneimitteltherapie werden betriebswirtschaftliche Daten erstellt und im Rahmen der Arzneimittelkommissionssitzungen in den versorgten Kliniken diskutiert, die Arzneimittellisten angepasst.

Ebenfalls der Arzneimittelausgabe angegliedert ist der strategische Einkauf der Apotheke. Die Apotheke ist Mitglied der Pharmaceutical Benefit Management Group (PBMG). Die von uns versorgten Häuser profitieren bei der Preisbildung von den hervorragenden Konditionen, die die PBMG als eine der größten und erfolgreichsten Einkaufsgemeinschaften in Deutschland erzielt.

Zum Team der klinisch-pharmazeutischen Dienstleistungen gehören unsere Stationsapothekerinnen und Stationsapotheker. Sie ergänzen in vielen Fachbereichen am Klinikum Oldenburg und weiteren von uns versorgten Krankenhäusern das interdisziplinäre Team.

Als weitergebildete Experten in den Bereichen klinische Pharmazie, Medikationsmanagement im Krankenhaus, Infektiologie, onkologischer sowie Palliativpharmazie sind sie für die fachkundige, patientenindividuelle Beratung der Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte verantwortlich. Über den gesamten Krankenhausaufenthalt bewerten und optimieren Apotheker auf Station die Medikation unserer Patientinnen und Patienten. Sie übernehmen damit eine Mitverantwortung für die Arzneimitteltherapie und sind ein wichtiger Baustein das höchstmögliche Maß an Arzneimitteltherapie- sowie Patientensicherheit zu gewährleisten.

Neben der pharmazeutischen Arzneimittelanamnese und Sicherstellung der korrekten Übernahme in die ärztliche Verordnung, erfolgt eine Arzneimitteltherapiesicherheits-Prüfung auf Doppelverordnungen und Wechselwirkungen, Dosierungen und Dosisintervalle, Dosisanpassungen an Organdysfunktionen und der Durchführung leitliniengerechter Therapien. Darüber hinaus unterstützen die Apotheker bei der Umstellung der Aufnahmemedikation auf die Hausliste der Klinik, geben Informationen zur Erstattung von ZE- und NUB-Arzneimitteln und tragen somit auch zu einer wirtschaftlichen Arzneimitteltherapie bei.

Beratung, Schulung und Unterstützung aller am Medikationsprozess beteiligter Personen und Berufsgruppen, insbesondere zu Fragen der korrekten Anordnung, Verabreichung, Beschaffung sowie Anwendung von Arzneimitteln, runden das Aufgabengebiet der Abteilung ab.

Unser engagiertes Team besteht aus drei Apothekerinnen und Apothekern und sechs PTAs mit Fachweiterbildung, sowie einer PKA.

Wir stellen pro Jahr ca. 33.000 Zubereitungen mit sogenannten CMR- Arzneistoffen zur parenteralen Anwendung her.

Im Vorbereitungsraum werden zunächst die eingehenden Verordnungen von einem Apotheker auf Plausibilität geprüft und in die Herstellungssoftware übernommen. Es wird hierbei nicht nur darauf geachtet, dass Wirkstoff und Trägerlösung miteinander kompatibel sind und die Regeldosierungen stimmen; besonders wird bei der Dosisfindung auch auf patientenindividuelle Besonderheiten wie eingeschränkte Organfunktionen eingegangen.

Die angeforderten Therapien werden dann in unserem Herstellungsraum an speziellen Sicherheitswerkbänken durch die PTA im Vieraugengespräch unter kontrollierten aseptischen Bedingungen nach geprüften Herstellungsanweisungen zubereitet. Diese zentrale Herstellung gewährleistet nicht nur den bestmöglichen Schutz der Mitarbeiter auf den onkologischen Stationen, sondern insbesondere auch höchste Produktqualität.

Die fertigen Therapien werden vom Apotheker endkontrolliert, qualitätserhaltend und auslaufsicher verpackt und versendet.   

Für die Mitarbeiter der onkologischen Stationen des Klinikums Oldenburg bieten wir regelmäßige Schulungen, z. B. zum Verhalten bei Unfällen mit CMR-Arzneistoffen, zur Anwendung oraler Zytostatika oder zu Wirkungen, Interaktionen und Nebenwirkungen der eingesetzten Zytostatika, an.

Wir beraten Ärzte und Pflegende zur richtigen Dosierung und Anwendung der Arzneimittel und wirken auch bei der Durchführung klinischer Studien mit.​

Sterilherstellung

Manfred Schnelten

Apotheker

Schnelten.Manfred@klinikum-oldenburg.de
Fon 0441 403-8123
Fax 0441 403-8164

Das Team der Sterilherstellung besteht aus einem Apotheker und zwei PTA. Pro Jahr werden etwa 30.000 sterile Arzneimittel im Rezeptur- und Defektur-Maßstab hergestellt.

Die Abteilung hat im September 2019 neue GMP-gerechte Reinräume bezogen und versorgt unter modernsten Produktionsbedingungen die Patienten unserer versorgten Krankenhäuser mit einer vielfältigen Produktpalette von sterilen Augentropfen über Injektions- und Infusionslösungen sowie Spül-Lösungen bis hin zu unkonservierten Oralia. In zunehmenden Maße werden sog. applikationsfertige Zubereitungen, wie z. B. Fertigspritzen oder arzneimittelbefüllte Kassetten zur Schmerztherapie hergestellt.

Die sterilen Zubereitungen werden dabei unter validierten aseptischen Bedingungen oder mittels Sterilisation im Endbehältnis hergestellt.

Bei den genannten Produkten handelt es sich zumeist um Arzneimittel, die in spezieller Zusammensetzung für die Anwender hergestellt werden, weil sie industriell so nicht erhältlich sind.

Sämtliche im Defekturmaßstab hergestellten Produkte werden nach ihrer Herstellung einer umfangreichen mikrobiologischen und pharmazeutischen Analytik unterzogen.

Im Team der Rezeptur arbeiten zwei Apothekerinnen und Apotheker und zwei PTA.

Es werden jährlich ca. 17.000 Packungen patientenindividuelle Zubereitungen hergestellt. Neben Cremes und Salben zur dermatologischen Anwendung und Mundspüllösungen für onkologische Patienten werden viele kindgerechte Arzneimittel hergestellt.

Besonders für Frühgeborene und Säuglinge stehen oft keine geeigneten Fertigarzneimittel zur Verfügung, weshalb die Rezepturherstellung von niedrig dosierten Arzneiformen wie Kapseln und Lösungen zur einfachen und sicheren Einnahme für den Therapieerfolg und die Patientensicherheit unerlässlich ist.

Durch den Einsatz modernster Gerätetechnik, standardisierter Herstellungsvorgänge und der besonderen Sorgfalt des erfahrenen, fachkundigen Personals wird ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit unserer Produkte garantiert.

Unser Team bestehend aus einer Apothekerin und einer PTA kontrolliert pro Jahr ca. 450 Rohstoffe zur Arzneimittelherstellung, 300 unsterile Arzneimittel  (z.B. Cremes, orale Suspensionen, Kapseln) sowie 200 sterile selbst produzierte Arzneimittel (z.B. Injektionen, Infusionen, Augenspüllösungen).

Wir verwenden eine große Auswahl an hochwertigen Laborgeräten wie z.B. HPLC, Photometer, Titrator oder Nah- sowie Mittelinfrarotspektrometer womit wir unsere Produkte auf angebrachte Qualität und Quantität testen, bevor sie die PantientInnen erreichen. Dafür wurden validierte Arbeitsprozesse erarbeitet und es findet eine regelmäßige Kalibrierung, Eichung sowie Wartung der Geräte statt.

Es wird sich bei allen Prozessen stets an aktuelle Vorgaben der Arzneibücher sowie an wissenschaftlichen Leitlinien orientiert.