Aktuelle Projekte

Per Telemedizin im Rettungswagen

Besonders in Flächenlandkreisen sind verlängerte Eintreffzeiten von Notärzten und eine regional sehr unterschiedliche Versorgungsqualität wesentliche Probleme. Diesen tritt die Telemedizin entgegen. In den Landkreisen Northeim und Goslar wurde ein zentraler Telemedizinstandort in Kooperation mit dem Klinikum Oldenburg eingerichtet. Somit muss nicht unbedingt ein Notarzt beim Rettungseinsatz vor Ort sein, sondern die Patienten werden von einem Telenotfallmediziner betreut. Des Weiteren können auch Patiententransporte telemedizinisch begleitet werden. Somit werden weniger Notärzte gebunden, die so wiederum für andere Rettungseinsätze zur Verfügung stehen.

Televisiten per Videostream

Intensivpatienten, die in einer ambulanten Wohngruppe leben, haben nun die Möglichkeit auf eine ärztliche Visite per Videostream, die von Telemedizinern geleitet wird. Diese können mit der Pflegekraft vor Ort die Situation des Patienten besprechen. Zusammen erarbeiten sie die bestmögliche Behandlung für den Patienten. Durch dieses Projekt, muss kein Arzt mehr vor Ort sein. Für die Patienten und deren Pflegekräfte entfällt so der oft beschwerliche Weg zu einem Facharzt.

Das Telemedizinnetzwerk für die Metropolregion NordWest

Das Telemedizinische Konsultationsnetzwerk (TelKonNet) vernetzt niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, Pflegedienste und Rettungsdienste mit medizinischem Fachpersonal. Es steht nicht nur eine Videokonferenz- und Dialogplattform zur Verfügung, sondern es kann auch fachliche Expertise über TelKonNet angefordert werden. Der Austausch von beispielsweise MRT-Bildern oder Laborergebnissen kann so über einen gesicherten Kanal erfolgen, damit sich der Facharzt ein genaues Bild machen und entsprechende Instruktionen geben kann.
 

Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen

Projekt 116117: Telemedizin im KV-Bereitschaftsdienst

Seit dem 01.07.2018 wird im ESF-Förderprojekt „116117 Telemedizin
im KV-Bereitschaftsdienst“ eine neue Versorgungsform
erprobt. Im Notdienstbezirk Delmenhorst übernehmen von Freitag
17.00 Uhr (Praxisschluss) bis Montag 07.00 Uhr (Praxisöffnung)
an jedem Wochenende Gesundheitsfachkräfte den Hausbesuchsdienst
des KV-Bereitschaftsdienstes. Hierbei können sie
ärztliche Expertise aus der Telemedizinzentrale des Klinikums
Oldenburg live in die Häuslichkeit des Patienten zuschalten.
Das Projekt wird durch den europäischen Sozialfonds gefördert.
Gesamtprojektsumme ca. 350.000 €.

Ab dem 02.01.2019 werden an vier Standorten im Bereich der Großleitstelle Oldenburger Land die neuen Rettungsmittel Gemeindenotfallsanitäter etabliert. Die zunehmenden Einsatzzahlen im Rettungsdienst erfordern es vor allem auf die exponentiell gestiegenen Einsätze mit nur geringer Krankheitsschwere neu zu reagieren. Hierzu soll der Gemeindenotfallsanitäter zu Einsätzen der Stufen NACA 1 und 2 ausrücken und die Möglichkeiten der ambulanten Versorgung anbahnen. Ärztliche Expertise in der Häuslichkeit des Patienten erhält er per Telemedizin aus der Telemedizinzentrale des Klinikums Oldenburg.

Das ILEG-Projekt führt die wissenschaftliche Auswertung zur Wirksamkeit des Gemeindenotfallsanitäters und die Auswirkungen auf die Notfallambulanzen bzw. den Rettungsdienst aus. Zu diesem Zweck soll eine Befragung der Gemeindenotfallsanitäter, der Patienten und ihrer Hausärzte durchgeführt werden, um die Inanspruchnahme, Leistungen und Effekte der Gemeindenotfallsanitäter einschätzen zu können.

Providing Help, Saving Lives.

Betreuung der Offshorewindindustrie in der Nord- und Ostsee

Die Telemedizinzentrale stellt die Versorgung der Arbeiter in der deutschen Nord- und Ostsee sicher. Auf Schiffen und Plattformen ist eine 24/7 Versorgung durch die Ärzte des Klinikums gesichert.
In über 250 Einsätzen seit dem Jahr 2015 hat sich dieses System unter den widrigsten Bedingungen auf See als fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung etabliert.

Pflegerisch-medizinische Versorgung im Landkreis Vechta erhalten und verbessern

In Zusammenarbeit mit der Stadt Lohne und der Stadt Vechta möchte die Telemedizin die Televersorgungsstruktur im Landkreis Vechta erweitern. Das Projekt richtet sich an Pflegedienste, Hausärzte und Kliniken, aber auch an pflegende Angehörige. Durch die neu aufgebaute Televersorgungsstruktur können sich diese Akteure künftig digital untereinander vernetzen, austauschen und unkompliziert Rat und Unterstützung einholen.

Abgeschlossene Projekte

Seit August 2018 betreut die Telemedizinzentrale Verlegungen ausgewählter Patienten zwischen den Oldenburger Stadtkrankenhäusern.
Der begleitende Notarzt ist hierbei nicht mehr an Bord des Rettungswagens physikalisch anwesend, sondern über einen telemedizinischen Multiparametermonitor mit Videofunktion eingebunden.

Projekt Telepflege mit der Vita Akademie

Zusammen mit der Vita Akademie entwickelt die Telemedizin am Klinikum Oldenburg ein Versorgungskonzept für die häusliche Pflege im ländlichen Raum. Die Versorgungskette soll von der Pflegeassistenzkraft bis hin zur ärztlichen Konsultation neu gedacht werden unter Nutzung telemedizinischer Methoden um dem dramatisch zunehmenden Versorgungsengpass mit qualifizierter ambulanter Pflege zu begegnen. Die Entwicklung technischer Lösungen und parallel hierzu die Entwicklung einer curricularen Ausbildung zur Telepflegefachkraft begleitet die Telemedizin am Klinikum Oldenburg.