Klinikum Oldenburg

Bessere Abfalltrennung, weniger Restmüll: Klinikum Oldenburg ausgezeichnet

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Vanessa Dirks gewinnt zweiten Platz beim Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Praxisprojekt verbessert die Abfalltrennung und reduziert Restmüll um 13 Prozent

Weniger Restmüll, kürzere Wege und eine bessere Abfalltrennung: Im Herzkatheterlabor des Klinikums Oldenburg hat ein Team mit einfachen Veränderungen die Restmüllmenge um 13 Prozent reduziert. Hochgerechnet entspricht das rund 2,7 Tonnen Restmüll im Jahr. Für das Projekt „Nachhaltigkeit im Herzkatheterlabor“ wurde Vanessa Dirks jetzt mit dem zweiten Platz beim Posterpreis 2026 der Sektion Assistenz- und Pflegepersonal der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ausgezeichnet.

In einem Herzkatheterlabor werden täglich zahlreiche Einmalmaterialien eingesetzt. Dabei fallen große Mengen an Abfall an. Gleichzeitig muss die Versorgung der Patientinnen und Patienten jederzeit sicher und zuverlässig funktionieren. Das Team der Universitätsklinik für Innere Medizin – Kardiologie hat deshalb untersucht, wie sich Abfälle besser trennen und Restmüllmengen reduzieren lassen, ohne die Qualität der Behandlung oder die Arbeitsabläufe zu beeinträchtigen.

Dafür wurden mehrere Maßnahmen umgesetzt: Neue, ergonomische Tonnenroller ermöglichen die Mülltrennung direkt dort, wo der Abfall entsteht. Nicht zwingend benötigte Einmalartikel wurden aus vorbereiteten Materialsets entfernt, selten verwendete Materialien und unnötige Verpackungen reduziert. Zudem wurde die Beleuchtung auf LED umgestellt.

Messbare Ergebnisse nach drei Monaten

Wie sich die Veränderungen auswirken, zeigen Abfallmessungen vor und nach der Umsetzung. Innerhalb eines jeweils zweiwöchigen Messzeitraums sank die Restmüllmenge von ursprünglich 773 auf 671 Kilogramm. Gleichzeitig stieg die Menge der getrennt gesammelten Leichtverpackungen von 78 auf 138 Kilogramm. Das entspricht einem Anstieg von 77 Prozent.

„Wir wollten Lösungen finden, die sich im Arbeitsalltag wirklich umsetzen lassen. Dass wir mit vergleichsweise kleinen Veränderungen so viel erreichen können, freut uns sehr. Entscheidend war, dass das gesamte Team mitgemacht und die Abläufe gemeinsam weiterentwickelt hat“, sagt Vanessa Dirks.

Wird die gemessene Verringerung der Restmüllmenge auf ein Jahr hochgerechnet, ergeben sich rund 2,7 Tonnen weniger Restmüll. Die Berechnung beruht auf den zweiwöchigen Messzeiträumen. Das Team arbeitet bereits an weiteren Verbesserungen. Unter anderem ist eine automatische Lichtsteuerung mit Bewegungsmeldern geplant.

Mit dem zweiten Platz würdigt die DGK ein Projekt, das konkrete Veränderungen im Arbeitsalltag eines Herzkatheterlabors dokumentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass schon einfache organisatorische Maßnahmen die Abfalltrennung verbessern und die Restmüllmenge verringern können.

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Auszeichnung für das Projekt zur Abfalltrennung im Herzkatheterlabor: Vanessa Dirks (2. von links) erhielt den zweiten Platz beim Posterpreis der Sektion Assistenz- und Pflegepersonal 2026. © DGK/Thomas Hauss