Von dem Cyberangriff auf den externen Abrechnungsdienstleister Unimed, der für zahlreiche Krankenhäuser in Deutschland privat- und wahlärztliche Leistungen abrechnet, sind auch Patientendaten aus dem Klinikum Oldenburg betroffen. Das Klinikum arbeitet aber seit dem 1. März 2023 – also mehr als drei Jahre lang – nicht mehr mit diesem Dienstleister zusammen.
Der Cyberangriff ereignete sich nach Angaben des Unternehmens Unimed bereits am 14. April 2026. Betroffen war demnach ausschließlich die IT-Infrastruktur des externen Dienstleisters. Die Systeme des Klinikums Oldenburg waren nie Ziel des Angriffs. Die Patientenversorgung war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt oder in Gefahr.
„Der Vorfall betraf nach derzeitigem Kenntnisstand einen abgrenzbaren Teilbereich, in dem Vorgänge zu Reklamationen oder Rechnungswidersprüchen verarbeitet wurden", teilt Unimed mit. Welche konkreten Daten im Einzelnen betroffen sind und in welchem Umfang ein Zugriff erfolgt ist, wird derzeit noch geprüft. Eine abschließende Rückmeldung von Unimed liegt hierzu bislang nicht vor.
Nach Einschätzung der vom Dienstleister hinzugezogenen Expertinnen und Experten ist eine Veröffentlichung der entwendeten Daten derzeit nicht wahrscheinlich. Das Klinikum Oldenburg wird alle möglicherweise betroffenen Patientinnen und Patienten zeitnah schriftlich über den Vorfall informieren. Wer kein Schreiben erhält, ist von dem Vorfall nach aktuellem Stand nicht betroffen.
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