Klinikum Oldenburg

Klinikum setzt neuestes CAR-T-Zell-Präparat ein

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Hochmoderne Immuntherapie gegen Knochenmarkkrebs: Das Klinikum Oldenburg bietet diese innovative Spitzenmedizin nun im Nordwesten an.

Erstmals hat ein Team der Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie am Klinikum Oldenburg einen Patienten mit einem Wirkstoff der neuesten Generation im Rahmen einer CAR-T-Zell-Therapie gegen Knochenmarkkrebs (Multiples Myelom) behandelt. Bisher mussten Betroffene für eine derartige Behandlung nach Münster, Hannover oder Hamburg reisen. 

Der Patient aus dem Oldenburger Umland hat die Behandlung gut vertragen und ist mittlerweile entlassen worden. Er war nur für einige Tage zur Beobachtung und Begleitung der erwartbaren Nebenwirkungen – zum Beispiel Fieber – im Klinikum. Wie gut die Therapie bei ihm anschlägt, zeigt sich erst in den kommenden Wochen und Monaten. Selbst nach mehr als einem Jahr kann sich die Wirkung noch verstärken, die Krankheit dann für Jahre unterdrückt bleiben. 

Präzisionsmedizin gegen das Multiple Myelom
Bei der CAR-T-Zell-Therapie werden körpereigene Abwehrzellen der Betroffenen entnommen, dann genetisch so modifiziert, dass sie Krebszellen gezielt erkennen und angreifen können. Danach werden die veränderten Abwehrzellen in den Körper zurückgegeben und bekämpfen den Krebs. Die Erfolgsaussichten der Behandlung sind sehr gut. Die Therapie ist aber sehr kostenintensiv und kam bisher erst zum Einsatz, wenn andere Behandlungsmethoden gescheitert waren. Mittlerweile wird sie auf Grund ihrer besseren Effektivität im Vergleich zu den bisherigen Standardtherapien oftmals nun schon in der zweiten Therapielinie angewandt. Ausschließlich spezialisierte Zentren für Hämatologie und Onkologie dürfen die CAR-T-Zell-Therapie in Deutschland anwenden. „Wir verfügen am Klinikum über eine gewachsene Expertise in der Anwendung zellulärer Immuntherapien“, sagt Univ.-Prof. Dr. med. Cyrus Khandanpour, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie. Dr. med. Christoph Kimmich, Sektionsleiter und federführender Experte bei der neuen Anwendung, ergänzt: „Nach drei Jahren Erfahrung mit CAR-T-Zell-Verfahren ist die Einführung von Carvykti® der nächste logische Schritt, um unseren Patienten den Zugang zu den effektivsten Therapien direkt vor Ort zu ermöglichen.“ 

Stärkung der Versorgungssicherheit und Weg zum CCC
Der Einsatz modernster Verfahren ist ein wesentlicher Baustein für die Weiterentwicklung der onkologischen Exzellenz in Oldenburg. Aktuell arbeitet das Klinikum im Schulterschluss mit seinen Partnern intensiv an der Etablierung eines Comprehensive Cancer Center (CCC), um Forschung und Hochleistungsmedizin noch enger zu verzahnen.

Prof. Dr. med. Andrea Morgner-Miehlke, Vorständin des Klinikums Oldenburg, betont die strategische Bedeutung: „Unser Ziel ist es, als künftiges Universitätsklinikum die Speerspitze der medizinischen Innovation im Nordwesten zu bilden. Zelluläre sowie Immuntherapien in der Krebsmedizin sind entscheidende Innovationen, um die Versorgungssicherheit für schwerstkranke Patientinnen und -patienten in der Region nachhaltig zu stärken und den Weg zum Comprehensive Cancer Center konsequent zu ebnen.“


Ihr Ansprechpartner zum Thema: 

Bastian Mojen
Pressesprecher 
Stellv. Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation

Tel.: 0441 403-4259
Mobil: 01520 2455355
E-Mail: mojen.bastian@klinikum-oldenburg.de

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Ein durch eine KI generiertes Bild eines Angriffs einer CAR-T-Zelle auf eine Krebszelle im Körper eines Menschen   im Vordergrund mit roten und weißen Blutkörperchen im Hintergrund. Es sind blaue und, lila und dunkelgrüne Ball-artige Gebilde zu sehen und fadenartige Strukturen ebenfalls.
Ein KI-generiertes Bild eines Angriffs einer CAR-T-Zelle auf eine Krebszelle (groß und blau).