Klinikum Oldenburg

Klinikum startet Sanierung nach Schimmelbefall auf der Baustelle

Datum

Oldenburg, 17. Juli 2026. Im Juni herrschten Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke und der Frühjahr war zwei Grad wärmer als in den vergangenen zehn Jahren. Gleichzeitig blieb tief unter der Erde die massive Bodenplatte der Baustelle am Klinikum kühl. Das führte im Kellergeschoss der Baustelle zu ungewöhnlicher Kondensationsfeuchte und schließlich zu Schimmelbildung an den Wänden. Der Rückbau der betroffenen Bereiche hat bereits in dieser Woche begonnen.

Bei einer routinemäßigen Begehung während der Bauphase des Neubaus wurde im Untergeschoss ein Schimmelbefall an den Trocken- und Betonwänden festgestellt. Das Klinikum Oldenburg beauftragte einen unabhängigen Sachverständigen mit der Ursachsenanalyse, der die betroffenen Bereiche gemeinsam mit der Projektleitung und einer spezialisierten Sanierungsfirma vor Ort beurteilte. „Die Ursache ließ sich schnell nachvollziehen. Dass vergleichsweise hohe Temperaturen auf eine noch kalte Bodenplatte treffen und dadurch Schimmel entsteht, habe ich in dieser Konstellation auf keiner Baustelle bisher erlebt. Das war nicht vorhersehbar“, sagt Projektleiter Eike Deuter. Hinweise auf eindringendes Wasser oder einen Baumangel liegen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vor.

Der Rückbau der betroffenen Trockenbauwände hat diese Woche begonnen, befallene Betonflächen werden fachgerecht abgeschliffen. Innerhalb der kommenden drei Monate soll das Untergeschoss vollständig schimmelfrei sein. Parallel steht die Klinik für die Kostenübernahme in enger Abstimmung mit der Versicherung. „Wir bedauern diese Entwicklung, aber wir gehen sie so an, wie Sie es von uns erwarten dürfen, gründlich und nachhaltig. Unser Anspruch ist, den Menschen in der Region ein Gebäude zu übergeben, auf dass sie sich vom ersten Tag an verlassen können“, sagt Rainer Schoppik, Kaufmännischer Vorstand des Klinikums Oldenburg. Im späteren Betrieb sind solche Bedingungen nicht zu erwarten. Dann wird das Gebäude dauerhaft beheizt und klimatisch geregelt, sodass die außergewöhnlichen Voraussetzungen für die Kondensationsfeuchte nicht mehr entstehen.

Da sich das Gebäude noch im Bau befindet, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für Patientinnen und Patienten oder unsere Mitarbeitenden. Auch auf den Baufortschritt in den oberen Geschossen hat die Sanierung keine Auswirkungen. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht ersichtlich, ob sich die Inbetriebnahme durch den Vorfall verzögern wird.

„Wir bauen ein Krankenhaus, keinen Serienbau – da lernt man, mit Überraschungen professionell umzugehen. Wir haben den Befall direkt festgestellt und gehandelt. Für uns war schnell klar, dass wir sofort mit der Sanierung starten und in den anderen Stockwerken planmäßig weiterbauen," sagt Cornelia Riekel, die intern die Leitung des Neubauteams verantwortet. 

 

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v.L.: Eike Deuter, externer Projektleiter, Cornelia Riekel, Leitung Abteilung Neubau am Klinikum Oldenburg stehen im Kellergeschoss der Baustelle