Wie eine Krankenpflegeschülerin den Arbeitsalltag am Klinikum Oldenburg erlebt

Anna Rautmann aus Emden absolviert derzeit ihr zweites Lehrjahr am Klinikum Oldenburg. In der Schule galt ihr Interesse den Naturwissenschaften, sie wusste aber schon damals, dass sie nach dem Abitur einen Beruf mit sozialem Schwerpunkt erlernen wollte – eine Beschäftigung, bei der sie viele Menschen kennenlernen und viele neue Erfahrungen sammeln würde. Im Anschluss an ein Freiwilliges Soziales Jahr im Rettungsdienst führte ihr Weg sie daher als Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin an das Klinikum Oldenburg und die direkt daran angeschlossene Krankenpflegeschule.

Obwohl das Arbeiten im Rettungsdienst sehr interessant war, empfinde ich den Ausbildungssalltag im Krankenhaus als viel abwechslungsreicher und intensiver.
Anna Rautmann, Krankenpflegeschülerin

Wertschätzung von allen Seiten

„Obwohl das Arbeiten im Rettungsdienst sehr interessant war, empfinde ich den Ausbildungsalltag im Krankenhaus als viel abwechslungsreicher und intensiver,“ sagt Anna. „Denn hier kann ich die Patienten über Wochen begleiten und eine Beziehung zu ihnen aufbauen.“ Für ihre Arbeit im Klinikum erfährt Anna daher auch Tag für Tag ein hohes Maß an Dankbarkeit. Sowohl von Seiten der Patientinnen und Patienten, die sich über ihre fürsorgliche Art freuen und über eine zusätzliche Tasse Kakao, die sie ihnen ans Bett bringt. Aber auch von ihren Kolleginnen und Kollegen, die den Einsatz und die Wissbegierde der Krankenpflegeschülerin zu schätzen wissen.

„Die Zusammenarbeit im Team funktioniert hervorragend. Ich kann jederzeit Fragen stellen. Und wenn mal besonders viel zu tun ist, hilft man sich gegenseitig aus.“ Anna Rautmann

Mehr Praxis als Theorie

Auf einen Monat Blockunterricht, in dem Anna in die Grundlagen der Anatomie, psychologische Betreuung und Erstversorgung eingewiesen wird, folgen jeweils zwei Monate Praxis auf einer anderen Station. Dann unterstützt sie die Ärzte und Pflegekräfte in der Früh- oder Spätschicht. Das bedeutet: Rundgänge machen, Patienten versorgen, Entlassungspapiere vorbereiten und vieles mehr. Auch beim Legen eines Herzkatheters hat Anna bereits zugesehen. „Das alles ist unglaublich spannend“, sagt sie. „Ich hoffe daher, dass ich nach dem Abschluss meiner Ausbildung in der Notaufnahme arbeiten kann. Vielleicht sogar auf der Intensivstation.“

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