Neuropädiatrie

In der Neuropädiatrie werden Kinder und Jugendliche mit allen Formen von neurologischen Erkrankungen behandelt. Hierzu gehören sämtliche cerebralen Anfallserkrankungen (Epilepsien), Kopfschmerzen und Migräne, alle Formen von Entwicklungsstörungen und Entwicklungs-auffälligkeiten, Residualsyndrome (Cerebralparese) entzündliche und neurodegenerative Erkrankungen des Gehirns, angeborene Gehirnfehlbildungen und genetische Retardierungssyndrome, Schädelhirn-traumen (-verletzungen), präoperative Diagnostik von Hirntumoren sowie Erkrankungen der Muskulatur und des peripheren Nervensystems.

Unser Leistungssepktrum

Elektro-Encephalo-Graphie (EEG)

Die wichtigste technische Untersuchung ist die Elektroencephalographie (EEG). Sie wird bei fast allen Patienten mit gesicherten oder fraglich neuropädiatrischen Erkrankungen durchgeführt. Mit dieser schmerzlosen, nicht eingreifenden Untersuchungsmethode werden die Gehirnströme aufgezeichnet. Hierdurch können sich Hinweise auf cerebrale Anfallserkrankungen (Epilepsie) oder andere Gehirnerkrankungen ergeben. Im Jahr werden in unserer Klinik über 3000 EEG-Untersuchungen durchgeführt. Die EEG-Untersuchungen werden durch vier EEG-Schwestern im EEG-Labor durchgeführt.

Die Untersuchung erfolgt mit einem digitalen, papierlosen EEG-Aufzeichnungssystem. Hierbei kann gleichzeitig ein digitales Video mit aufgenommen werden, um anfallsverdächtige Zustände und cerebrale Anfälle besser analysieren zu können. Die EEG-Untersuchung wird üblicherweise als Wach-EEG, teils als Schlafentzugs- und Schlaf-EEG durchgeführt. Bei entsprechender Fragestellung erfolgt eine 24-Stunden-Langzeit-EEG-Untersuchung. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit während eine EEG weitere Parameter wie Herztätigkeit, Atmung, oder Sauerstoffsättigung aufzuzeichnen. Ein entsprechendes Schlaflabor, auch für größere Kinder, befindet sich gemeinsam mit den Kliniken für Allgemeinpädiatrie und Pulmonologie im Aufbau.

1. Evozierte Potentiale
Im neurophysiologischen Labor werden evozierte Potentiale abgeleitet. Hierdurch kann untersucht werden wie Sinnesreize wie Sehen, Hören und Sensibilität im Gehirn weitergeleitet werden. Diese Untersuchungen werden z.B. bei Verdacht auf Seh- oder Hörstörungen durchgeführt.

2. Nervenleitgeschwindigkeit
Die Nervenleitgeschwindigkeit wird bei Verdacht auf Erkrankungen von motorischen oder sensiblen Nerven gemessen.

Bei Verdacht auf Muskelerkrankungen können Muskelsonographien oder Muskelbiopsien durchgeführt werden. Muskelbiopsien erfolgen in der Regel als Nadelbiopsien, falls notwendig als offene Biopsien durch die Kinderchirurgie.

 

Kontakt

Sekretariat
Frau Kwiatkowsky
Fon 0441 403-2017
Fax 0441 403-2112
neuropaediatrie@klinikum-oldenburg.de