Klinikum Oldenburg

Studien im FBREK-Zentrum

Zur Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms in der Schwangerschaft mit jungen, nicht schwangeren Patientinnen (<40Jahre) als Vergleichskohorte.

Diese Studie wird von der German Breast Group (GBG) durchgeführt (https://www.gbg.de/studien/bcp).

Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, wie es den Kindern von schwangeren Brustkrebspatientinnen vier Wochen nach der Entbindung geht. Darüber hinaus werden verschiedene weitere Aspekte analysiert. Hierzu zählen der Schwangerschaftsverlauf sowie die Gesundheit der Mutter, das Stadium des Brustkrebses und die biologischen Eigenschaften des Tumors. Ebenso werden die durchgeführten Therapien erfasst, einschließlich der Art der Behandlung, des Ansprechens auf eine Chemotherapie sowie der Art der Operation. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Genauigkeit der eingesetzten diagnostischen Verfahren wie Tastuntersuchung der Brust, Ultraschall und Mammographie. Zudem werden Nebenwirkungen und unerwünschte Ereignisse bei schwangeren Brustkrebspatientinnen unter Chemotherapie dokumentiert sowie der Gesundheitszustand des Neugeborenen nach einer während der Schwangerschaft durchgeführten Krebstherapie beurteilt. Darüber hinaus untersucht die Studie den Verlauf und die Prognose der Brustkrebserkrankung nach Diagnosestellung sowie die Häufigkeit späterer Schwangerschaften nach einer überstandenen Brustkrebserkrankung. Ein weiterer Bestandteil ist der Vergleich der Tumorbiologie, analysiert mittels Standard-Immunhistochemie und Next-Generation-Sequencing. 

Sämtliche erhobenen Parameter werden mit den Daten junger, nicht schwangerer Patientinnen unter 40 Jahren verglichen.

Weitere Informationen finden Sie hier: NCT00196833

Brain Metastases in Breast Cancer Network Germany (BMBC) Meeting a clinical need for the improvement of patient outcome

Diese Studie wird in Zusammenarbeit der Klinik für Gynäkologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, AGO-Trafo, AGO-B und der GBG durchgeführt.

Untersucht werden Patientinnen, bei denen sich Brustkrebs in das Gehirn ausgebreitet hat. Ziel ist es, besser zu verstehen, welche Untersuchungen und Behandlungen in dieser Situation eingesetzt werden und wie der Krankheitsverlauf ist. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Therapie weiter zu verbessern.

Weitere Informationen finden Sie hier: DRKS00011830

Diese Studie wird vom Universitätsinstitut für Medizinische Genetik gemeinsam mit der Abteilung Psychologische Methodenlehre und Statistik des Departments für Psychologie und der Abteilung Ethik in der Medizin des Departments für Versorgungsforschung an der Universität Oldenburg durchgeführt.

Wir möchten im Rahmen dieser Studie mehr darüber erfahren, mit welchem Vorwissen unsere Ratsuchenden in die genetische Beratung kommen, ob die genetische Beratung und Testung Ängste und/oder Sorgen auslöst oder ob sie diese mildern kann. Zu diesem Zweck werden vor der ersten genetischen Beratung, vor einer Ergebnismitteilung bei genetischer Testung und nach Abschluss der Ergebnismitteilung Fragebögen ausgegeben. Angegliedert finden strukturierte Interviews mit unseren Ratsuchenden sowie mit Ärztinnen und Ärzten der Region statt. 

Neoadjuvante Phase-II-Studie zur Beurteilung von Capivasertib plus Fulvestrant im Vergleich zu Fulvestrant bei Patientinnen mit primärem lobulärem Brustkrebs und hohem Rückfallrisiko.

Die LOBSTER Studie wird von der German Breast Group (GBG) in Zusammenarbeit mit AstraZeneca und der NOGGO e.V. (Nord-Ostdeutsche Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie) durchgeführt.

Diese neoadjuvante, randomisierte Phase-II-Studie (eine klinische Studie, bei der die Behandlung vor der Operation erfolgt und die Zuteilung zu den Therapiegruppen per Zufall erfolgt) wird im Rahmen eines multizentrischen Studienkonzepts durchgeführt.

Untersucht wird eine medikamentöse Therapie vor der Operation bei Patientinnen mit primärem lobulärem Mammakarzinom (einer speziellen Form von Brustkrebs) und hohem Rezidivrisiko (erhöhtem Risiko für ein Wiederauftreten der Erkrankung).

Dabei wird die Kombination aus Capivasertib (einem zielgerichteten Medikament, das bestimmte Signalwege in Krebszellen hemmt) und Fulvestrant (einer antihormonellen Therapie) mit einer alleinigen Behandlung mit Fulvestrant verglichen.

Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit und Sicherheit der Kombinationstherapie im präoperativen Setting (also vor der geplanten Operation) zu prüfen. Insbesondere wird untersucht, wie gut der Tumor auf die Behandlung anspricht und ob sich dadurch das Rückfallrisiko langfristig senken lässt.

Weitere Informationen finden Sie hier: NCT06607757

Mit den heute standardmäßig verwendeten genetischen Untersuchungen (sogenannte Panel-Untersuchungen) hinsichtlich einer erblichen Tumordisposition kann nicht bei allen Patientinnen und Patienten mit familiärer Tumorhäufung eine ursächliche genetische Veränderung festgestellt werden.

Dafür gibt es mehrere Gründe: zum jetzigen Zeitpunkt sind wahrscheinlich noch nicht alle Gene bekannt, die zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Krebs führen und mit den heutigen Untersuchungsmethoden können noch nicht alle Veränderungsarten des Erbguts erfasst werden. In dieser Studie versuchen wir solche Veränderungen zu identifizieren. Bei einigen Patientinnen und Patienten möchten wir dafür auch eine neue Untersuchungsmethode des Erbguts (die sogenannte long-read Sequenzierung) anwenden.