Hochschulambulanz
Hochschulambulanz zur Nachsorge von Risikogeborenen: Gemeinsam einen Weg finden und gestalten
Unser Ziel
Die Hochschulambulanz zur Nachsorge von Risikogeborenen am Klinikum Oldenburg ist ein Angebot zur individuell angepassten, ganzheitlichen Begleitung und Behandlung im interdisziplinären Team.
| Unser Ziel ist es, für Ihr Kind und Sie einen guten Weg ins Leben zu finden, angepasst an die Herausforderungen, die die Geschichte Ihres Kindes und seine Entwicklung mit sich bringen. |
Die Hochschulambulanz betreut Neugeborene, Säuglinge und Kinder in den ersten Lebensjahren mit einem Risiko für die Entwicklung von somatischen (körperlichen) Auffälligkeiten unter Beachtung der psychomotorischen Entwicklung.
Die Betreuung und Begleitung erfolgt im interdisziplinären Team und in enger Zusammenarbeit mit allen Kollegen*Innen des Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit einschließlich der Kinderchirurgie, der Universitätsklinik für Radiologie sowie mit wichtigen Partnern der anderen universitätsmedizinischen Kliniken in Oldenburg. Hierzu gehören insbesondere die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde für Kinder und Pädaudiologie und die Neurochirurgie am Evangelischen Krankenhaus sowie die Kinderorthopädie und Kinderaugenheilkunde am Pius Hospital. Ebenso besteht eine enge Zusammenarbeit mit der sozialmedizinischen Nachsorge, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) und den zuständigen Stellen der Gesundheitsvorsorge in Oldenburg.
| Die Verwendung international standardisierter Untersuchungstechniken und die Beratung zu alltagsnahen, individuellen Strategien ermöglicht die beste Betreuung für Ihr Kind und Sie in den ersten Lebensjahren. Gemeinsam finden wir den besten Weg und entscheiden über notwendige Schritte. |
Unsere Angebote und Möglichkeiten
- Beurteilung der körperlichen Entwicklung
- standardisierte Beurteilung des psychomotorischen Entwicklungsstandes zur Einschätzung des Entwicklungsrisikos im ärztlich-therapeutischen Team.
- Auswertung und Begleitung einer möglichen Heimmonitorüberwachung.
- Beratung zur Ernährung vor dem Hintergrund der somatischen und psychomotorischen Entwicklung.
- koordinierte Einleitung augenärztlicher, pädaudiologischer, endokrinologischer, gastroenterologischer, kinderkardiologischer, pulmonologischer und weiterer Kontrollen.
- Einleitung und Begleitung therapeutischer Fördermaßnahmen.
- Beratung und Therapie bei pflegerischen Problemen.
- Beratung zur Stabilisierung der Eltern-Kind-Interaktion nach Entlassung
- Durchführung von MRTs im Spontanschlaf in der frühen Säuglingszeit.
Unsere Termine
Termine der Nachuntersuchungen finden in Abstimmung mit der kinderärztlichen Praxis und unter Berücksichtigung der weiteren notwendigen Kontrollen statt.
- Untersuchungen im korrigierten Alter (Alter des Kindes vom errechneten Entbindungstermin) von 1 ½ , 3 und 6 Monaten, (9 Monaten), 12 Monaten, (18 Monaten), 24 Monaten sowie im weiteren Verlauf nach Indikationsstellung (z.B. langfristige Nachsorge bei neonataler Lungenerkrankung)
- Im Alter von 24 Monaten richtet sich die Untersuchung auch an dem G-BA- (Gemeinsamer Bundesausschuss) Beschluss zur Änderung der Vereinbarung über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Neugeborenen bei allen FG < 1500 g aus (Untersuchung mit den Bayley Scales of Infant DevelopmentI).
Unsere Patientinnen und Patienten
Säuglinge mit
- Unreife (‚zu früh‘) oder niedrigem Gewicht (‚zu leicht‘) bei Geburt
- Komplikationen vor oder unter der Geburt (z.B. Infektionen, Sauerstoffmangel) einschließlich Medikamentengabe während der Schwangerschaft
- Auffälligkeiten im nachgeburtlichen Verlauf (z.B. Beatmung, Infektionen) einschließlich Anpassungsstörungen mit oder ohne Versorgung durch eine häusliche Überwachung oder Beatmung
- Auffälligkeiten des Stoffwechsels (z.B. Gelbsucht, Unterzucker) oder der Blutbildung (z.B. Polyglobulie)
- Unklarer Entwicklungsbefund nach der Geburt
- Angeborenen Fehlbildungen oder Verdacht auf eine syndromale Erkrankung
- Ernährungsstörungen
